Ziele und Leitlinien der
Bundesarbeits­gemeinschaft Kulturelle Teilhabe


 

Die folgenden Ziele und Leitlinien wurden von den TeilnehmerInnen des ersten bundesweiten Arbeitstreffens in Berlin am 7. und 8. Oktober 2011 gemeinsam ausgearbeitet.

 

1. Präambel

Initiativen für kulturelle Teilhabe ermöglichen Menschen mit geringem Einkommen den kostenfreien Zugang zu Kulturveranstaltungen durch die Vermittlung von Plätzen, die Kulturveranstalter zur Verfügung stellen wollen. Die Idee stammt von Christine Krauskopf, die 2010 die erste Initiative mitgründete. Seit 2010 pflanzt sich diese Idee in weiteren Städten und Regionen durch die Gründung von Vereinen und Organisationen fort, die dasselbe Ziel verfolgen. Mit dem Zusammenschluss dieser Organisationen auf Bundesebene soll die Zusammenarbeit im Hinblick auf das gemeinsame Ziel gefördert werden. Mitglieder können alle Organisationen werden, die die nachfolgenden Ziele und Grundsätze berücksichtigen.

2. Ziele

Ziele sind,

  • den kulturellen und sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft,
  • Bildung, Integration und bürgerschaftliches Engagement
  • und die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von Kultur in der Gesellschaft zu fördern.

3. Leitlinien

Die Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen zur Vermittlung von Plätzen kultureller Veranstaltungen an Menschen mit geringem Einkommen ist mit jedem Veranstalter individuell durch Vereinbarung geregelt. Die jeweilige Initiative vermittelt Plätze ausschließlich an eigene Gäste (Menschen mit geringem Einkommen). Für die Gäste ist der Besuch dieser vermittelten Veranstaltungen kostenlos. Die Initiative erbringt ihre Vermittlungsleistung für die Veranstalter kostenlos. Der Begriff „Menschen mit geringem Einkommen“ ist regional definiert. Die Anmeldung der Gäste erfolgt schriftlich. Die Überprüfung der Bedürftigkeit durch die Partner oder die Initiative ist Voraussetzung.

Die Gäste werden vorrangig telefonisch zu den Kulturveranstaltungen eingeladen und im persönlichen Gespräch beraten, informiert und motiviert. Es besteht für den einzelnen Gast kein Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Vermittlungen oder eine persönliche Auswahl von kulturellen Veranstaltungen. Individuelle Wünsche werden im Rahmen der Möglichkeiten berücksichtigt. Die Initiative übermittelt die Namen der Gäste an die Veranstalter. Die Gäste sind verpflichtet, ggf. ihren Personalausweis an der Abendkasse vorzulegen. Von einer Vorlage des Einkommensnachweises an der Abendkasse ist abzusehen.

Die Aufgaben und Tätigkeiten der Initiative werden überwiegend durch den Einsatz ehrenamtlicher MitarbeiterInnen erledigt. Die jeweilige Initiative darf nicht gewerblich betrieben werden und hat keine Gewinnerzielungsabsicht. Ziel ist es, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit zu erreichen. Die Initiative für kulturelle Teilhabe ist politisch, kulturell und weltanschaulich unabhängig und baut Partnerschaften mit anderen örtlichen Initiativen und Trägern sozialer Aufgaben auf. Alle beteiligten Initiativen streben die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch an.

Wir sind offen gegenüber Initiativen und Vereinen, die die gleichen Ziele (siehe Punkt 2) verfolgen, dabei aber andere Vermittlungswege nutzen und geringe Vermittlungsgebühren verlangen.



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Die BAG Kulturelle Teilhabe bei ihren Jahrestreffen... bag_jahrestreffen_2015_2 ...2015 in Berlin...
bag_jahrestreffen_2014a ...und 2014 in München.