Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft
Kulturelle Teilhabe in Deutschland stellt sich vor


 

Idee und Ziel der in der Arbeitsgemeinschaft zusammen geschlossenen Inititativen ist es, Bürgerinnen und Bürgern, die nur über ein geringes Einkommen verfügen, einen kostenfreien Zugang zu kulturellen Veranstaltungen ihres Wohnortes zu ermöglichen. Nach dem Tafel-Prinzip stellen Kulturveranstalter dazu nicht verkaufte Tickets für Theater, Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung, welche dann im persönlichen (Telefon-) Gespräch von Mitarbeitern an die KulturGäste vermittelt werden. Auch Initiativen, die einkommensschwachen Bürgerinnen und Bürgern „Kulturpässe“ vermitteln, mit denen das kulturelle Angebot der Stadt genutzt werden kann, gehören zur BAG Kulturelle Teilhabe.

Auf diese Weise gelingt es einerseits leere Kulturplätze mit Besuchern zu füllen und andererseits vielen Menschen – die es sich aufgrund ihrer finanziellen Situation sonst nicht leisten könnten – eine lebbare und kostenfreie Möglichkeit zu bieten, am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ihrer Stadt teilzunehmen.

Die Idee stammt von Christine Krauskopf, die 2010 in Marburg die erste Initiative mitgründete und damit den Weg für die Entstehung weiterer  Kulturinitiativen in ganz Deutschland ebnete. Seitdem ist diese Form der niederigschwelligen Kulturvermittlung zu einer bundesweiten Bewegung gewachsen.

Im Oktober 2011 gründete sich daher – beim 1. bundesweiten Arbeitstreffen von damals insgesamt 8 Vereinen in Berlin – die bundesweite Arbeitsgemeinschaft Kulturelle Teilhabe in Deutschland (BAG). Bei diesem ersten Treffen wurden auch die Ziele- und Leitlinien formuliert, die der Arbeit zugrunde liegen.

Ziele der hier zusammen geschlossenen Initiativen sind es u. a.:
  • den kulturellen und sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft,
  • Bildung, Integration und bürgerschaftliches Engagement
  • und die Relevanz und öffentliche Wahrnehmung von Kultur in der Gesellschaft zu fördern.
Die vollständigen Ziele- und Leitlinien können Sie hier nachlesen.

Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft versteht sich als Netzwerk von Initiativen, die sich diesen Leitlinien verpflichtet fühlen und einen kollegialen und gleichberechtigten Austausch pflegen. Aktuell engagieren sich über 25 Vereine verschiedener Größe und aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft. Regelmäßig lädt die BAG in Zusammenarbeit mit wechselnden gastgebenden Inititiativen zu Arbeitstreffen ein, bei denen Workshops, Diskussionen und Vorträge zu verschiedensten Aspekten und aktuellen Problemen und Entwicklungen unserer Arbeit geführt werden. Ein Austausch auf Augenhöhe ist den Teilnehmern dabei sehr wichtig!

Ziel des gemeinsamen Austausches in der Arbeitsgemeinschaft ist es u. a., dass sich gründende oder kürzlich gegründete Inititiativen von den Erfahrungen der bereits Etablierten profitieren und in ihrer Anfangsphase unterstützt werden können. Dabei ist auch die Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten und Eigenheiten von Bedeutung und die Mitglieder der BAG sind der Auffassung, dass insbesondere durch eine Anpassung und Abstimmung auf regionale Gegebenheiten, gute Arbeit geleistet werden kann und möglichst viele Gäste erreicht werden können.

Falls Sie selbst eine Inititiative für Kulturelle Teilhabe gründen wollen oder unsere Arbeit unterstützen möchten, melden Sie sich gern bei uns!
KONTAKT
Kultur ist kein Luxus, Kultur ist Lebensmittel.

JOHANNES RAU
ehem. Bundespräsident



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Die BAG Kulturelle Teilhabe bei ihren Jahrestreffen... bag_jahrestreffen_2015_2 ...2015 in Berlin...
bag_jahrestreffen_2014a ...und 2014 in München.